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Beitband Bispingen

 

Naturpark Lüneburger Heide

Gemeinde Bispingen vernetzt
Bispingen-Touristik
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Staatlich anerkannter Erholungsort Bispingen

(Kernort der Einheitsgemeinde Bispingen)

„Bissen“ (Niederdeutsch/Plattdütsch)

 

Name 

Bispingen von Biscopinge  = „dem Bischof gehörig“; die Endung „ingen“ deutet auf langobardischen Ursprung hin und ist häufig in diesem Teil Niedersachsens, dem alten Bardengau, zu finden.

 

Größe

Die Gemarkung Bispingen umfasst  21,79 km² und hat 2451 Einwohner .  (Stand 30.06.2012)

 

Lage

Bispingen ist ein Dorf im Landkreis Heidekreis, in Niedersachsen. Es  liegt im Norden des Kreises, im oberen Luhetal, genau auf dem 10. Meridian östlicher Länge.  Man erreicht es über die A7, Abfahrt Bispingen, über die B 209 und über die K4. Die Bahnstrecke von Soltau nach Lüneburg, an welcher der Ort liegt, transportiert zurzeit nur Güter. Allerdings lädt die Osthannoversche Eisenbahn mit einem Sonderfahrplan, zu  einer gemütlichen Bummeltour  ein.  Mit dem historischen „Ameisenbär“, einem, 71 Personen fassenden, Eisenbahn-Triebwagen aus dem Jahre 1937, geht es von Soltau über Bispingen nach Döhle und zurück.

 

Geschichte

Zahlreiche Hügelgräber, Urnenfelder und prähistorische Funde beweisen, dass sich in diesem Raum bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit Menschen ansiedelten. Die älteste bekannte Urkunde stammt aus dem Jahr 1193 und bezeugt den Verkauf des „Dorfes mit Zubehör“ an den Bischof Lüder von Verden. Der Ortsname Bispingen entwickelte sich aus „von Biscopinge“, was gleichbedeutend ist, mit: „dem Bischof gehörend“.

Aus längst vergangenen Zeiten kündet noch die „Ole Kerk“, als ältestes Gebäude Bispingens. Sie wurde 1353  am Rand der Luheniederung aus Feldsteinen erbaut und diente dem „Kirchspiel Bispingen“, bis zum Bau der neuen Kirche im Jahre 1908, als Gotteshaus. Die neun Dörfer Bispingen, Behringen, Borstel, Haverbeck (mit Ehrhorn), Hörpel, Hützel, Steinbeck, Volkwardingen und Wilsede bauten und nutzen von je her gemeinsam eine Kirche.  Schlicht und stilvoll restauriert, wird die alte Feldsteinkirche  heute  gern für Trauungen, Konzerte und Andachten genutzt. Die „Ole Kerk“ ist tagsüber unverschlossen und lädt als ein Hort der Ruhe, alle Menschen zu stiller Einkehr ein.

 

Dorfleben

Bispingen war ein typisches Heidebauerndorf. Auf diese Vergangenheit  verweist die markante kleine Bronzeskulptur eines Heideschäfers in der Ortsmitte  Schon in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts keimte hier der Fremdenverkehr. Heute lebt das Dorf von einer gesunden Mischung  mittelständischer Betriebe, die zum Teil weltweit agieren, verschiedensten Gewerben und dem Tourismus.  Schon seit den zwanziger Jahren gibt es im Ort eine gut besuchte Jugendherberge. Heute ist sie ein sehr modernes Haus mit einer Menge interessanter Angebote für Jung und Alt. Viele Hotels, Pensionen, Gasthäuser und Restaurants prägen das Ortsbild.

Bispingenist Standort der Grund-und Oberschule der Einheitsgemeinde und hat zwei Kindergärten im Kernort. Durch Bispingen verläuft  der 10. Meridian östlicher Länge. Zur Veranschaulichung steht im Ort in der Hützeler Straße ein Granitfindling aus der Eiszeit. Er verkörpert durch eine umlaufende bandähnliche und farblich sichtbare Verkieselung auf natürliche Weise den Längengrad. Mit erläuternden Daten auf einer Bronzeplatte versehen, wurde er, auf diesen ausgerichtet, vom Heimat- und Kulturverein Bispingen   dort aufgestellt. Das dörfliche Leben wird von einer Vielzahl aktiver Vereine gestaltet. Es gibt die freiwillige Feuerwehr mit ihrem Musikzug, einen über 100 Jahre alten Schützenverein, den MTV Bispingen mit seinem Spielmannszug, eine sehr junge und lebendige Kirchengemeinde, den Heimat- und Kulturverein, sowie viele andere Vereinsangebote für die Bürger.

 

„Center Parcs Bispinger Heide“

In den neunziger Jahren wurde Bispingen der Standort für eine Freizeitanlage der Firma „Center Parcs“. Die Anlage „Bispinger Heide“ beherbergt in der Saison mehr als 2000 Gäste am Tag.

 

Schumachers Cart and Bowl“

Mitte der 90. Jahre baute  der bekannte Formel -1- Rennfahrer Ralf Schumacher, zusammen mit  dem örtlichen Bauunternehmer Jörg Schlüssler,  an der Autobahnabfahrt Bispingen eine In-und Outdoor-Cartbahn mit Bowlinganlage.

 

„SnowDome“

Die Snow Dome Sölden GmbH betreibt hier eine ganzjährig geöffnete Skihalle, mit vielen Sommeraktivitäten wie surfen  „ auf der Stehenden Welle“ und Übernachtungsmöglichkeiten im RESORT HOTEL Bispingen, direkt am SNOW DOME.

 

„Landschaftspark Iserhatsche“

Aus einem um die Jahrhundertwende gebauten Landsitz der Familie Noelle, östlich des Dorfes, wurde zunächst ein Kinderheim, dann ein skurriles Jagdschloss mit einem Landschaftspark, der jährlich Tausende  Besucher in seinen Bann zieht. Den Namen „Iserhatsche“ = eisernes Herzchen(westfälisch Platt), den die Familie Noelle dem Anwesen gab, trägt es bis heute.

   

Marietta Hemmerle