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Beitband Bispingen

 

Naturpark Lüneburger Heide

Gemeinde Bispingen vernetzt
Bispingen-Touristik
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Behringen

„Berdn“  (Niederdeutsch/Plattdütsch)

 

Name

Die Endung „ingen“ deutet auf langobardischen Ursprung hin und ist häufig in diesem Teil Niedersachsens, dem alten Bardengau, zu finden. Die Silbe Behr geht eventuell auf den Namen eines der dort ansässigen Bauerngeschlechter zurück.

 

Größe

Die Gemarkung Behringen umfasst 12,73 km² und hat 998 Einwohner. (Stand 30.12.2012)

 

Lage

Behringen gehört zur Einheitsgemeinde Bispingen, im Landkreis Heidekreis und liegt zwischen Brunausee und Naturschutzgebiet an der Landesstraße 211 im Tal der Brunau. Es ist über die A7-Abfahrt Bispingen schnell erreichbar. Schmucke Bauernhöfe, gepflegte Häuser mit großen Gärten und die Wiesen entlang der Brunau, prägen das Ortsbild.

 

Geschichte 

Einige, bis heute erhaltene, bronzezeitliche Grabhügel, künden von menschlicher Besiedelung seit mehr als 2000 Jahren vor Chr. Die erste urkundliche Nennung datiert aus dem Jahre 1193, als das Dorf Behringen, als Teil des Kirchspiels Bispingen an den Bischof Lüder von Verden verkauft wird. Es war eine  Bauernsiedlung in der Brunauniederung, entwickelte sich mit der Zeit zu einem Straßendorf und ist heute ein beliebter Tourismusort, mit Hotel, Gasthäusern, Restaurants, Pensionen, Ferienwohnungen, Reiterhöfen und einem Campingplatz. Es gibt nur noch wenige aktive Landwirte im Dorf. Behringen trägt zur Herstellung alternativer Energie bei, es werden hier zwei Biogasanlagen betrieben.

 

Alte Pläne aus der Vorkriegszeit wurden zu Beginn der achtziger Jahre in die Tat umgesetzt: Im Winter 1980/81 entstand durch Aufstauen und Ausbaggern der Brunau der „Brunausee“ am Ortsrand Behringens, in der Nähe der Autobahn A7. Er fügt sich so harmonisch in die Landschaft ein, dass fast nicht mehr zu erkennen ist, dass es sich um einen künstlich angelegten See handelt.

 

Wanderwege rund um den See und ein großzügig bemessenes Freizeitgelände laden zum Spazieren, Schwimmen, Angeln und Verweilen ein. Der 7 ha große Brunausee in Behringen bietet an heißen Sommertagen, oder nach ausgedehnten Wanderungen durch die Heide, Erfrischung und Entspannung. Rund um den See führen ca. 3 km Wanderwege. Eine Badebucht, Bootsanleger mit Tretbooten, ein Spielplatz, ein Klettergarten und eine Quadbahn bereiten Eltern und Kindern Spaß und Vergnügen im Urlaub.

 

Dorfleben                                                                          

Behringen hat eine sehr aktive freiwillige Feuerwehr, einen mehr als 100 Jahre alten Schützenverein, einen sehr erfolgreichen Tischtennisverein und einen Kindergarten.

 

Die 5 x Beringen Festspiele

Behringen ist Mitglied der Vereinigung „5 x Beringen international“, der die Ortschaften namens Be(h)ringen in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und Deutschland angehören. Seit der Wiedervereinigung gehören auch die beiden Behringen in Thüringen dazu, sodass es heute sieben Orte aus fünf Ländern sind. Anlässlich der Festspiele 5 x Be(h)ringen-International vom 4. – 7. Juli 1986 in Behringen Lüneburger Heide wurde auf einem Gelände am Brunausee der „5 x Beringen-Garten“ angelegt. Die Form des Dodekaeders soll die 5 gleichnamigen Orte aus den Ländern Schweiz, Luxemburg, Niederlande, Belgien und Deutschland repräsentieren. Für jeden dieser Orte wurde ein Findling beschriftet und ein für die Region typischer Baum gepflanzt.

 

Seefest am Brunausee mit leuchtenden Wasserspielen

Jährlich am 1. Wochenende im August findet das, weit über die Grenzen des Heidekreises bekannte, Seefest am Brunausee statt. Ein Höhepunkt sind die "Leuchtenden Wasserspiele" der Freiwilligen Feuerwehr Behringen mit anschließendem Höhenfeuerwerk.

 

Behringer Heide

Die „Behringer Heide“ beginnt etwa 500 m hinter dem Ortsausgang Richtung Ober- und Niederhaverbeck, um den „Hingstberg“. Hier ist der Ausgangspunkt zahlreicher Wandertouren in das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.

 

Friedwald Sellhorn

Über den Sellhorner Weg gelangt man von Behringen aus zum Friedwald Lüneburger Heide. Seit Oktober 2005 können Menschen hier an den Wurzeln eines Baumes die letzte Ruhe finden. Entlang einer zwei Kilometer langen Laubbaum-Allee erstreckt sich das Areal im Herzen des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Das Waldstück, das zum Niedersächsischen Forstamt Sellhorn gehört, ist vor etwa 150 Jahren gepflanzt worden, um die sandigen Heidewege vor Wind zu schützen. Diese Wege sind heute beliebte Wanderrouten.

 

Marietta Hemmerle