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Beitband Bispingen

 

Naturpark Lüneburger Heide

Gemeinde Bispingen vernetzt
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Haverbeck

„Habenbeck“  (Niederdeutsch/Plattdütsch)

Unterteilt in Ober – und Niederhaverbeck („Neerndörp“)

 

Name

Nach dem gleichnamigen Bach, an dem das Dorf entstand.

Haverbeeke „ Haver“ könnte mit dem Wortstamm um "heben", also "erhöhen" zu verbinden sein, das unter anderem auch in "Hefe" für "Hebemittel" und in "have, hev, hef" für Erhöhung steht

 

Größe

Die Gemarkung umfasst 18,33 km2 Fläche und hat  80 Einwohner. (Stand 30.06.2012)

 

Lage

Haverbeck  ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Bispingen, im Landkreis Heidekreis  und liegt an der Landesstraße 211, die von Behringen nach Wintermoor an die B3 führt und ca. 6 km westlich der A7 Ausfahrt Bispingen. Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide mit seinen Heideflächen dehnt sich von Ober- und Niederhaverbeck in Richtung Norden bis nach Undeloh und in Richtung Süden bis nach Schneverdingen aus. Somit liegt Haverbeck zentral im Naturschutzgebiet und ist dennoch mit dem Auto erreichbar.

 

Geschichte

Die erste Nennung  datiert aus dem Jahre 1193, als das Dorf Haverbeck, als Teil des  Kirchspiels  Bispingen  an den Bischof Lüder von Verden verkauft wird. Ober- und Niederhaverbeck gehören zur Gemeinde Bispingen.  Die ursprüngliche Struktur dieses typischen Heidedorfes, mit Speichern und alten Gehöften, ist gut erhalten geblieben. Die ausgedehnten Heideflächen, Wachholderbestände, romantische Heidebäche, Hügelgräber und alte reetgedeckte Schafställe rund um die Orte, kann der Naturfreund zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit der Pferdekutsche entdecken und genießen. Auch der Schäfer mit seiner Heidschnuckenherde ist hier zu Hause. 

 

Steinerne Brücke

In Niederhaverbeck, links des Wanderweges nach Wilsede, führt eine Brücke aus großen Findlingsblöcken über den schmalen Haverbeek- Bach, der dort entlang fließt.

 

„Tausendjähriger Rosenstock“

An der Straße nach Wilsede, auf der Höhe vom Haus Heidetal, steht ein Schild, dass an ihn erinnert. Es ist heute nichts mehr davon zu sehen, aber einst war er ein vielbesuchter Anziehungspunkt in der Heide bei Haverbeck. Selbst August Freudental beschreibt in seinen Heidefahrten seinen Eindruck von dem ungewöhnlich großen, uralten Rosenstock.

 

Tourismus

Stilvolle, landestypische Gasthäuser,  Restaurants und Pensionen  stehen für die Besucher von Haverbeck bereit. Hier wohnt und lebt der Gast inmitten der Heide.

 

Haverbeck bildet den idealen Ausgangspunkt für Heidewanderungen und Spaziergänge.  Von hier erreicht man, in jeweils ca. 4 km Entfernung, die bekanntesten Plätze im Naturschutzgebiet.  Das ist beispielsweise der Wilseder Berg,  mit, bei guter Sicht, Blick auf Hamburg, das alte Heidedorf Wilsede, der Totengrund und vieles mehr. Die Heideflächen südlich von Ober- und Niederhaverbeck bieten sich, außer natürlich zum Wandern, besonders auch für schöne Radtouren an. Zum Beispiel eine ca. 35 km lange Runde durch das Tal der Haverbeeke, über den alten „Spitzbubenweg“, durch die Osterheide zum Schneverdinger Pietzmoor und vorbei an dem alten Gutshof Tütsberg, zurück nach Ober- bzw. Niederhaverbeck. Wer sich gerne ganz bequem und romantisch durch die herrliche Heidelandschaft fahren lassen möchte, auf den warten an den Kutschparkplätzen von Ober- und Niederhaverbeck in der Saison starke Pferde mit ihren Kutschwagen.

 

Ein interessantes Ziel für Familien mit Kindern ist der in Oberhaverbeck beginnende „Machandel-Erlebnispfad“ der vom Verein Naturschutzpark mit viel Liebe zur Natur entwickelt und eingerichtet wurde. Hier können Kinder und Eltern die Kulturlandschaft spielerisch begreifen. An unterschiedlichen Stationen können sie mit allen Sinnen die Natur erleben. Alle Stationen sind mit kurzen Texten  sehr spannend gestaltet. Zusätzlich wurde extra ein Begleitheft mit den Erklärungen zum mit nach Hause nehmen und ein Ausmalbogen entworfen. 

 

Das Haus der Natur in Niederhaverbeck

Im Naturinformationshaus in Niederhaverbeck findet der interessierte Gast neben aktuellen Informationen zur Arbeit des Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) und seiner Stiftung Naturschutzpark eine reich illustrierte Ausstellung über die Geschichte des Naturschutzes in der Lüneburger Heide oder Videos zum Naturschutzgebiet.

Im Nebenhaus gibt es eine kleine Ausstellung zum Fledermausschutz unter dem Motto: „Was der VNP kann, können Sie schon lange!“. Hier erfahren die Besucher, was sie selbst zu Hause zum Schutz dieser faszinierenden Tierart beitragen können. Auch eine interessante Ausstellung zum Thema "Imkerei" ist hier zu sehen.

 

 

Marietta Hemmerle